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Office de Tourisme du Cap d'Agde

Le Cap d'Agde

 
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La cité d'Agde
Photo - Agde aus der Vogelperspektive
Photo - Alte Häuserfassaden in Agde
Photo - Die Kathedrale Saint-Etienne in Agde
Photo - Häuser aus Basalt in Agde

Agde, die griechische Stadt an der Wasserscheide

Am Scheideweg von Süß- und Salzwasser, dort wo der Fluss Hérault und der Canal du Midi ins Mittelmeer fließen, liegt Agde, eine Stadt, die auf 2600 Jahre Geschichte zurück blicken kann. Es lohnt sich, diese Geschichte in den Geschäftsstraßen und auf den schattigen Spazierwegen zu entdecken.

 Die ursprünglich griechische und maritime Stadt Agde trug früher den Beinamen «Viel Glück» (aus dem Griechischen «Agathé Tyché»), sie liegt am Ufer des Hérault und am Fuße des Mont Saint-Loup, dem letzten Bergglied der Vulkankette der Auvergne. Diese geologische Besonderheit führt zu einer einmaligen, architektonischen Einheit der Region: Basalt wird hier sehr häufig als Baumaterial verwendet.

Agde von gestern bis heute

Der Ursprung von Agde
Vor 750.000 Jahren entstand durch einen Vulkanausbruch der Mont Saint-Loup. Seine beiden Lavaströme formten eine Basaltkuppel, auf der die Stadt Cap d'Agde und ihre Steilküste heute stehen.
Ab dem V. Jahrhundert v. Chr. wurden die Phokäer (aus Ionien stammende Griechen) von der strategischen Lage des Ortes und den Bodenschätzen seines Vulkanbodens angezogen und gründeten an der Héraultmündung eine Handelsniederlassung. Zunächst war dies nur eine einfache Warenhandelsniederlassung zwischen Marseille und Spanien, doch «Agathé Tyché» wurde nach und nach zu einer blühenden und gut organisierten Stadt, die über einen Binnenhafen, Stadtmauern und rechtwinklige Straßen verfügte. Im III. Jahrhundert bildeten keltische, iberische und ligurische Völker in Agde eine bunt gemischte Zivilisation, die sich mit der Kultur und Raffinesse der orientalischen Griechen verband.

Die Unruhen des Mittelalters
Im V. Jahrhundert n. Chr.  wird Agde für dreizehn Jahrhunderte zum Bischofssitz. Im Jahr 471 verwüsten die Wandalen die Stadt, dann kommen die Westgoten und beherrschen die Stadt bis zum Ende des VII. Jahrhunderts. Ab dem Jahr 714 fallen die Mauren in Gallien ein. Auf Befehl von Charles Martel, der seinen Vorteil gegen die Muselmanen im Süden Galliens stärken will, um die Dynastie der Karolinger mit Gewalt und Waffen durchzusetzen, wird die Stadt ein erstes Mal zerstört. Agde wird zwar wie Béziers von den Mauren befreit, liegt jedoch in Trümmern. Mitte des VIII. Jahrhunderts gehört Agde zum Territorium des fränkischen Reichs und befindet sich in einer Grafschaft, die sich von Béziers bis Nîmes erstreckt.
Ende des XII. Jahrhunderts kauft der Bischof von Agde die Leihgabe des Stadtvicomtes und wird zum Herrscher der Grafschaft Agde. Die endlich fertig gestellte Kathedrale Saint-Etienne ist Teil der Stadtmauer. Die Bischöfe bleiben bis zur Revolution die unvergänglichen und spirituellen Herrscher der Stadt Agde und ihrer Diözese.

Richelieus Plan
1629 denkt Kardinal Richelieu, der von der maritimen Stadt sehr angetan war, über einen großen Hafen innerhalb von Cap d'Agde und den Bau einer Mole, welche die Küste mit dem Ilot de Brescou verbinden soll, nach. Nach der Entscheidung durch ein Abkommen des Königlichen Rates im Jahr 1632 beginnen die Bauarbeiten. Mit dem Tod des Kardinals am 4. Dezember 1642 kommen auch die Bauarbeiten zum Erliegen. 1651 wird der Plan zum Bau eines Hafens endgültig verworfen. Drei Jahrhunderte später lebt das Projekt mit dem Bau von Cap d'Agde Anfang der 70er Jahre erneut wieder auf.

Der Canal du Midi und der blühende Handel
1666 erlaubt ein königlicher Erlass dem Baron Pierre-Paul Riquet, mit dem Bau des Canal du Midi zu beginnen, welcher den Atlantik mit dem Mittelmeer verbinden soll. 1681 wird der Kanal eröffnet. Zu dieser Zeit gibt es auf dem Hérault sehr viel Schifffahrt, und der Hafen von Agde erlebt seine wirtschaftlich beste Zeit. Dieser Handelsweg bringt der Stadt viel Reichtum, sie schmückt sich mit zahlreichen Denkmälern und wunderschönen herrschaftlichen Stadthäusern.
1697 erhält Agde sein endgültiges Wappen, «dreiseitig azurblau auf goldenem Hintergrund». Die drei blauen Seiten stehen für das Meer, den Fluss und den Kanal, die goldenen Flächen repräsentieren den Sand.

Von der Revolution bis ins 20. Jahrhundert
Während der Revolution bricht ein Aufstand in Agde aus. Auf Druck der Bevölkerung muss der Bischof von Agde, Monseigneur de Saint-Simon, aus der Stadt nach Paris fliehen, wo er während der letzten Terrortage guillotiniert wird. Während der Revolution spielt Agde eine wichtige Rolle bei der Lebensmittelversorgung der französischen Armeen in den Pyrénées-Orientales und in Italien.
1939 wird entlang der Straße von Sète ein Flüchtlingslager gebaut, in dem geflohene spanische Verbannte nach dem Fall von Barcelona und der Niederlage der republikanischen Armee aufgenommen werden. Weitere Flüchtlinge folgen: Tschechen, Belgier, Juden und Indochinesen. Im November 1942 wird das Lager durch die Ankunft der Deutschen aufgelöst.

Das heutige Agde

Agdes Geschichte beginnt mit dem Meer, und die Stadt lebt noch heute in einer Tradition von internationalem Austausch. Sie bietet ein reichhaltiges, historisches Kulturerbe zwischen Land und Meer, das nur darauf wartet entdeckt zu werden. Die Stadt blickt in die Zukunft, sie ist mit Cap d'Agde, Grau d'Agde und La Tamarissière zu einem der wichtigsten Orte des Tourismus geworden. Eine neue Lebensart entfaltet sich in dem Ferienort: das Antike Agde hat sich der Moderne zugewandt.

Die Dynamik dieser kulturellen Entwicklung zeigt sich vor allem in der Kunstförderung durch die Internetseiten Site des Métiers d'Art, die die Ansiedlung von Künstlerateliers im historischen Stadtkern unterstützen. Ausserdem wird das historische Wissen durch archäologische Nachforschungen ausgebaut, denn kürzlich gemachte Funde zeugen davon, dass Agde unter der Erde und im Wasser regelrechte Schätze besitzt.

Heute zählt die Stadt Agde 22.000 Einwohner.



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Samstag 17 März 2012  um 19:30
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